Das Insektenschutzprojekt Insekta in Thüringen zeigt messbare Erfolge: Auf den Projektflächen haben Wissenschaftler eine deutliche Zunahme von Wildbienen und Tagfaltern festgestellt. Das teilte das Thüringer Umweltministerium am Freitag in Erfurt mit.
Seit dem Start vor vier Jahren wurden rund 380 Hektar insektenfreundliche Lebensräume in Landwirtschafts- und Siedlungsräumen geschaffen oder ökologisch aufgewertet. Damit soll dem Rückgang von Insektenarten entgegengewirkt werden, der seit Jahrzehnten beobachtet wird. Doch wie groß sind die Effekte tatsächlich – und was ist für die kommenden Jahre geplant? Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts im Überblick.
Was hat das Insektenschutzprojekt bisher erreicht?
Die Zwischenbilanz fällt positiv aus. Rund 380 Hektar wurden seit dem Projektstart vor vier Jahren zu insektenfreundlichen Lebensräumen gemacht oder ökologisch aufgewertet. Diese Flächen liegen sowohl in landwirtschaftlich genutzten Räumen als auch in Siedlungsgebieten. Auf ihnen haben Forschende mehr Wildbienen und Tagfalter nachgewiesen. Das Ziel des Projekts ist klar umrissen: Es soll dem seit Jahrzehnten beobachteten Rückgang von Insektenarten und ihrer Biomasse entgegenwirken.
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Von den Maßnahmen profitieren nicht nur Insekten. Nach Angaben von Umweltminister Tilo Kummer (BSW) verbessern sich auch die Lebensbedingungen gefährdeter Feld- und Wiesenvögel wie Grauammer und Feldlerche. Beide Arten gelten als bedroht und finden in abwechslungsreich bewachsenen Flächen mit Blühstreifen und artenreichen Feldrändern bessere Bedingungen.
Der Grund ist naheliegend: Wo mehr Insekten leben, gibt es mehr Nahrung. Davon profitieren die Bestäuber in der Landwirtschaft ebenso wie insektenfressende Vögel.
Wie geht es mit Insekta bis 2028 weiter?
Laut Umweltminister Kummer ist eine Voraussetzung für den Erfolg entscheidend: die Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Kommunen und Naturschutz. Nur im Zusammenspiel dieser Akteure lassen sich die Flächen dauerhaft aufwerten.
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Das Projekt endet nicht in Thüringen. Bis 2028 sollen in ganz Mitteldeutschland insgesamt 625 Hektar ökologisch aufgewertet werden. Dazu entstehen Blühstreifen, artenreiche Feldränder und blütenreiche Wiesen. Solche strukturreichen Lebensräume verbessern das Nahrungsangebot für Insekten.
Ein weiteres Ziel: Die einzelnen Lebensräume sollen miteinander verbunden werden. So können sich die Tiere leichter zwischen den Flächen ausbreiten. Mehr als die Hälfte der geplanten Maßnahmen ist bereits umgesetzt.
Wer steht hinter dem Projekt?
Insekta ist ein länderübergreifendes Vorhaben. Es wird gemeinsam von Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt durchgeführt.
Das Projekt läuft im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“. Gefördert wird es vom Bundesamt für Naturschutz mit Bundesmitteln, das Thüringer Umweltministerium kofinanziert es.
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