Infrastruktur

Kanalbau in Erfurt: „Tubia“ bohrt kommende Woche bis zum Löberwallgraben

Die 32 Tonnen schwere Maschine läuft rund um die Uhr und soll vor Weihnachten am Löberwallgraben wieder auftauchen; am Spielbergtor sind Fahrspuren gesperrt.

2 Min
Kanalbau in Erfurt: Die Taufzeremonie für die Tunnelbohrmaschine „Tubia“ ist an der Startgrube am Spielbergtor vorbereitet.

Kanalbau in Erfurt: Die Taufzeremonie für die Tunnelbohrmaschine „Tubia“ ist an der Startgrube am Spielbergtor vorbereitet.

© Stadtverwaltung Erfurt

Erfurt bekommt einen neuen Abwasserkanal unter der Löbervorstadt: In der Woche ab Montag, 26. Oktober, beginnt eine Tunnelbohrmaschine am Spielbergtor südlich des Schmidtstedter Knotens mit dem Vortrieb, wie die Stadtverwaltung Erfurt mitteilte. Die 32 Tonnen schwere Maschine soll sich auf rund 700 Metern bis zum Löberwallgraben vorarbeiten und dort noch vor Weihnachten wieder ans Tageslicht kommen. Am Freitag tauften Stadt und Erfurter Entwässerungsbetrieb die Maschine an der Startgrube auf den Namen „Tubia“ – aus der Abkürzung für Tunnelbohrmaschine und Bia, der griechischen Göttin der Kraft. Taufpatin war Sophie Behrendt vom Entwässerungsbetrieb.

Tunnelbohrmaschine „Tubia“ in Erfurt: Die 32 Tonnen schwere Maschine soll sich bis zum Löberwallgraben vorarbeiten und dort vor Weihnachten wieder auftauchen.

Tunnelbohrmaschine „Tubia“ in Erfurt: Die 32 Tonnen schwere Maschine soll sich bis zum Löberwallgraben vorarbeiten und dort vor Weihnachten wieder auftauchen.

© Stadtverwaltung Erfurt

Anwohner müssen sich auf Lärm einstellen, denn die Maschine läuft rund um die Uhr. Nach längeren Stillständen ließe sie sich nicht wieder in Bewegung setzen, sagte Martin Höfer, Leiter des Entwässerungsbetriebs. Man habe im Vorfeld alles getan und werde auch während der Bauzeit alles tun, um die Belastung so gering wie möglich zu halten.

Der Kanal ist der zweite Abschnitt des Transportkanals von der Puschkinstraße zur Stauffenbergallee. Er soll Abwasser zum Hauptsammler in der Stauffenbergallee umlenken, damit bei Regen weniger Schmutzwasser aus Überläufen in die Gera fließt. Der zweite Abschnitt kostet rund 4,5 Millionen Euro, das Gesamtprojekt bis 2030 rund 16 Millionen Euro. Bis Ende April 2027 sollen die Baugruben geschlossen und die Baustelle abgebaut sein.

Spielbergtor und Löberwallgraben teils gesperrt

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Für den Verkehr hat die Stadtverwaltung wegen der Startgrube am Spielbergtor die Abbiegespur Richtung Clara-Zetkin-Straße und den rechten Fahrstreifen Richtung Weimarische Straße gesperrt. Am Löberwallgraben ist wegen der Zielgrube der Abschnitt zwischen Richard-Eiling-Straße und Löberstraße voll gesperrt. Fußgänger kommen durch; Rettungsdienste, Müllabfuhr und die Zufahrt zu Tiefgaragen bleiben möglich.

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