Landtagswahl

Aktuelle Umfrage zu Mecklenburg-Vorpommern: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und AfD, Grüne zittern

Die AfD führt in Mecklenburg-Vorpommern. Doch die SPD holt laut einer aktuellen Insa-Befragung auf. Die aktuellen Werte im Überblick.

4 Min
Die SPD von Manuela Schwesig holt in Umfragen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf.

Die SPD von Manuela Schwesig holt in Umfragen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf.

© Jens Büttner/dpa

Die SPD hat in einer neuen Umfrage zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern weiter zur AfD aufgeschlossen. Nur noch zwei Prozentpunkte trennen beide Parteien.

Nach der aktuellen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa kommt die AfD auf 37 Prozent, die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf 35 Prozent. Vor drei Monaten lag der Vorsprung der AfD nach diesen Daten noch bei neun Punkten.

Umfrage Mecklenburg-Vorpommern: So verteilen sich die Stimmen

Die AfD bleibt mit 37 Prozent stärkste Kraft und legt gegenüber der vorigen Erhebung um einen Punkt zu. Die SPD gewinnt zwei Punkte hinzu und liegt bei 35 Prozent.

Dahinter folgt ein großer Abstand. Die weiteren Werte laut Insa

  • Linke: 10 Prozent (–1)
  • CDU: 7 Prozent (unverändert)
  • Grüne: 5 Prozent (unverändert)
  • BSW: 3 Prozent (–1)
  • Sonstige: 3 Prozent (–1)

Das BSW würde damit den Einzug in den Landtag verpassen. Die Grünen liegen mit genau fünf Prozent auf der Kippe. Eine weitere Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD sah die AfD zuletzt bei 38 Prozent und die SPD bei 33 Prozent.

Reicht es für eine linke Mehrheit im Schweriner Landtag?

Rechnerisch hätte das linke Lager nach der Insa-Umfrage eine Mehrheit. SPD, Linke und Grüne kommen zusammen auf 50 Prozent. Voraussetzung wäre allerdings, dass die Grünen die Fünf-Prozent-Hürde tatsächlich überspringen. Fällt eine der drei Parteien heraus, geht die Rechnung nicht auf.

Wählerpotenzial: Warum die SPD noch Luft nach oben hat

Beim möglichen Wählerpotenzial liegt die SPD laut Insa vorn. 53 Prozent der Befragten könnten sich vorstellen, die Sozialdemokraten zu wählen. Die AfD kommt auf ein Potenzial von 42 Prozent, die Linke auf 28 und die CDU auf 22 Prozent.

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Bei den bereits sicheren Stimmen liegen AfD und SPD dagegen fast gleichauf: 32 Prozent gelten bei der AfD als sicher, 31 Prozent bei der SPD. Die Linke kommt hier auf 8, die CDU auf 6 Prozent.

Für die CDU und ihren Spitzenkandidaten Daniel Peters bleibt die Lage angespannt. Mit sieben Prozent liegt die Partei nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.

Auch beim Regierungswunsch schneidet die Partei schwach ab: Nur 24 Prozent der Befragten wollen die CDU in der Regierung sehen. Zum Vergleich: Bei der SPD sind es 58 Prozent, bei der AfD 41 Prozent, selbst bei der Linken 33 Prozent.

Merz ruft Sitzung am Wahlsonntag ein

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, erwägt der CDU-Chef offenbar, am späten Wahlsonntagabend das Präsidium in die Berliner Parteizentrale zu rufen – und dort indirekt die Vertrauensfrage zu stellen. Eine offizielle Einladung habe bis Montagabend noch nicht vorgelegen.

Anlass seien erwartbar schwache Ergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Zusätzlichen Druck erzeugt eine YouGov-Umfrage, in der die Union bundesweit auf 18 Prozent gefallen sei.

U16-Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Wie die Jugend abgestimmt hat

Ein anderes Bild zeichnet die U16-Wahl, bei der Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren symbolisch abstimmen konnten. Dort kam die AfD nach Angaben des Landesjugendrings auf 33,3 Prozent, die Linke auf 25,3 Prozent. Die SPD landete mit 14,2 Prozent nur auf Platz drei, die Grünen erreichten 8,1 Prozent.

„Die Jugend will Veränderung“, sagte die Geschäftsführerin des Landesjugendrings, Ina Bösefeldt. An der Abstimmung vom 7. bis 11. September beteiligten sich rund 1500 Kinder und Jugendliche in 51 Wahllokalen. Die Landtagswahl am 20. September ist die erste in Mecklenburg-Vorpommern, bei der bereits 16-Jährige wählen dürfen.

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