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Inflation

Machtkampf mit Coca Cola: Rewe zieht nach 3,5 Prozent Aufschlag die Reißleine

Coca-Cola erklärt den Rewe-Konflikt für beigelegt: Schon Anfang September habe man sich geeinigt. Rewe selbst bestätigt eine gesicherte Versorgung.

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Coca-Cola-Flaschen auf einem Stapel in einem Rewe.

Coca-Cola-Flaschen auf einem Stapel in einem Rewe.

© Martin Wagner/Imago

Berichte über einen Bestellstopp von Rewe für Coca-Cola sorgen derzeit für Aufsehen. Hintergrund sind neue Abgabepreise von Coca-Cola Europacific Partners Deutschland (CCEP), die seit dem 1. September gelten. Nach Informationen der Lebensmittel Zeitung soll Rewe daraufhin die Nachbestellungen für das CCEP-Sortiment gestoppt haben.

Coca-Cola stellt die aktuelle Lage gegenüber der Berliner Zeitung allerdings anders dar. Zum Stichtag 1. September habe zwar noch nicht mit allen Handelspartnern eine Einigung über die neuen Konditionen bestanden. Mit Rewe sei jedoch bereits wenige Tage später eine neue Vereinbarung erzielt worden. „Rewe bestellt ganz normal die Getränke weiterhin bei Coca-Cola und Coca-Cola liefert an Rewe“, sagte eine CCEP-Sprecherin der Berliner Zeitung.

Rewe reagiert auf Coca-Cola-Streit: „Warenverfügbarkeit ist sichergestellt“

Rewe selbst bestätigt die von Coca-Cola genannte Einigung auf Anfrage nicht. „Die Warenverfügbarkeit in unseren Märkten ist sichergestellt“, teilte Rewe-Sprecherin Kirsten Hensen mit. Zu Verhandlungen mit einzelnen Lieferanten äußere sich das Unternehmen grundsätzlich nicht.

Von den Verhandlungen ist zudem weit mehr als die klassische Coca-Cola betroffen. CCEP vertreibt in Deutschland unter anderem Fanta, Sprite, Mezzo Mix, Monster, Powerade und Fuze Tea. Änderungen der Konditionen zwischen dem Abfüller und großen Handelsketten können deshalb gleich mehrere stark nachgefragte Getränkemarken betreffen.

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Werden Coca-Cola, Fanta und Sprite jetzt teurer?

Wie hoch die neuen Abgabepreise genau ausfallen, will Coca-Cola nicht beziffern. Auf die von der Lebensmittel Zeitung genannten durchschnittlich rund 3,5 Prozent angesprochen, erklärte die Sprecherin, die Erhöhung bewege sich im Schnitt über alle Getränke, Marken und Packungen im „niedrigen einstelligen Prozentbereich“.

Die höheren Abgabepreise bedeuten nicht automatisch, dass Coca-Cola bei Rewe oder anderen Händlern im gleichen Umfang teurer wird. Die Verkaufspreise legen die Händler selbst fest. Wie stark die höheren Einkaufspreise am Ende an Verbraucher weitergegeben werden, ist bislang offen.

Edeka widerspricht Bestellstopp: „Ausreichend Coke-Artikel“ auf Lager

Auch Edeka bestätigt der Berliner Zeitung, selbst keinen Bestellstopp veranlasst zu haben. „Wir können aber bestätigen, dass Edeka keinen Bestellstopp veranlasst hat und wir ausreichend Coke-Artikel im Sortiment beziehungsweise Lager haben“, teilte das Unternehmen mit. Zu laufenden Verhandlungen und Geschäftsbeziehungen äußere sich Edeka grundsätzlich nicht.

Nach Medienberichten wird die 1-Liter-PET-Mehrwegkiste derzeit allerdings nicht an Edeka und Trinkgut geliefert. Edeka äußerte sich gegenüber der Berliner Zeitung nicht zu diesem konkreten Punkt.

Coca-Cola-Preis: Von 1,49 auf 1,79 Euro für 1,5 Liter in drei Jahren

Schon vor der aktuellen Preiserhöhung war Coca-Cola für Verbraucher deutlich teurer geworden. Eine Erhebung der Arbeiterkammer aus dem Mai 2022 ermittelte in deutschen Online-Supermärkten für eine 1,5-Liter-PET-Flasche Coca-Cola einen Preis von 1,49 Euro; die Ein-Liter-Flasche kostete damals 1,08 Euro. 2025 lag der reguläre Preis einer 1,5-Liter-Flasche bei Rewe Kaufpark bereits bei 1,79 Euro. Aktuelle Preise unterscheiden sich allerdings je nach Händler und Aktion deutlich.

Für Coca-Cola kommt die neue Preisrunde zu einem schwierigen Zeitpunkt. Nach den von der Lebensmittel Zeitung berichteten Zahlen sank der Absatz des Unternehmens in Deutschland 2025 um rund 2,4 Prozent auf etwa vier Milliarden Liter. Der Umsatz legte zugleich nur um 0,6 Prozent auf 3,41 Milliarden Euro zu.

*Hinweis der Redaktion: Der Artikel wurde nach Veröffentlichung um Stellungnahmen von Coca-Cola, Rewe und Edeka aktualisiert.


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