Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei einem Wahlkampfauftritt in Berlin ein ungewöhnliches Bekenntnis abgelegt: Der Kanzler steigt gelegentlich nicht in die Dienstlimousine, sondern in die S-Bahn.
„Ich fahre nach wie vor hin und wieder mit der S-Bahn“, sagte Merz vor Parteimitgliedern in der CDU-Zentrale. Dass viele in seinem Umfeld davon wenig begeistert seien, halte ihn nicht davon ab.
Warum Merz S-Bahn fährt
Als Regierungschef steht Merz ein gepanzerter Dienstwagen zur Verfügung. Genutzt wird er aber nicht immer. „Es gibt viele Menschen in meinem Umfeld, die das nicht so gerne mögen“, sagte Merz zu seinen S-Bahn-Fahrten. Und weiter: „Aber ich mag das hin und wieder.“
Für die Fahrt ins Regierungsviertel nutzt Merz nach eigener Schilderung die Linien S1, S2 und S25. Ausgestiegen wird am Pariser Platz, an der Station „Brandenburger Tor“. Von dort läuft er in Richtung Bundestag – und legt dabei bewusst einen kleinen Umweg ein.
Bericht: Merz hat Dienstwohnung am Potsdamer Platz
Medienberichten zufolge hat Merz eine Dienstwohnung am Potsdamer Platz. Von dort ist es mit der S-Bahn nur eine Station bis zum Brandenburger Tor.
Ein fester Ort bleibt für ihn der Tiergarten, den er vom Büro aus sieht: „Der Tiergarten (…) ist für mich nach wie vor ein Ort, an dem ich gerne laufen gehe. Früher mehr als heute, aber immer noch gerne.“
Social Media-Nutzer zweifeln an Aussage von Merz
In den sozialen Medien sorgten die Aussagen von Merz für Zweifel: „Wer glaubt sowas“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer bezeichnete ihn als „Selbstdarsteller“. Auch andere waren skeptisch: „Irgendwer hätte den in der SBahn mit Handy gefilmt oder fotografiert und es wäre aufgetaucht“, liest sich ein Kommentar.
Begegnung in Brandenburg: Friedrich Merz ist nicht an allem schuld. Leute, ihr übertreibt!
Merz wirbt im Harz für die CDU in Sachsen-Anhalt
Ein weiterer Nutzer bezeichnete Merz als Pinocchio – der Begriff sorgte in Bezug auf den Bundeskanzler zuletzt für einige Diskussionen. Im Oktober 2025 kommentierte ein Rentner aus Heilbronn einen Facebook-Beitrag der örtlichen Polizei zum Besuch von Friedrich Merz mit den Worten „Pinocchio kommt nach Heilbronn“. Das Social-Media-Team der Polizei Heilbronn zeigte den Kommentar an. Verwiesen wurde dabei auf den Sonderparagrafen zur Beleidigung von Politikern. Im Februar 2026 stellte die Staatsanwaltschaft Heilbronn das Verfahren ein. Der Kommentar sei eine zulässige Kritik.
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