Protest

Merz reist nicht zu Klimagipfel: Fridays for Future projiziert Protestbilder auf den Bundestag

Während fast 200 Staaten in Antalya verhandeln, bleibt der Kanzler zu Hause. Aktivisten sprechen von einem Tabubruch und kündigen Proteste an über 70 Orten an.

2 Min
Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat eine Projektion an die Fassade des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses projiziert.

Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat eine Projektion an die Fassade des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses projiziert.

© Michael Ukas/dpa

Mit großformatigen Projektionen auf ein Gebäude des Bundestags haben Klimaschützer von Fridays for Future gegen die Entscheidung von Kanzler Friedrich Merz protestiert, nicht zur Weltklimakonferenz COP31 zu reisen. Auf der Fassade erschienen am Abend Botschaften wie „Merzloser Klimagipfel“ und „Wir zeigen Merz, was Zukunft ist“.

Die Bundesregierung begründet das Fernbleiben des CDU-Chefs mit „anderweitigen Verpflichtungen“. Genaue Gründe nannte ein Regierungssprecher in Berlin nicht, sondern verwies allein darauf, dass es „immer verschiedene Interessen und verschiedene Terminlagen“ gebe.

Deutliche Kritik von Luisa Neubauer

Scharfe Worte kamen von den Aktivisten selbst. „Dass Merz nicht zur Klimakonferenz fährt, zeigt einmal mehr, dass ihm die Zukunft von jungen Menschen komplett egal ist“, erklärte Fridays for Future. Die Bewegung fügte hinzu: „Der Kanzler gibt uns auf, aber wir werden unsere Zukunft niemals aufgeben.“

Luisa Neubauer hatte die Absage des Kanzlers bereits am Vortag als „absoluten Tabubruch“ bezeichnet. Sie verwies dabei auf ein Jahr mit Rekordhitze und zahlreichen weiteren Klimakatastrophen in Europa.

Weitere Proteste am 13. November

Es soll nicht bei der nächtlichen Aktion im Regierungsviertel bleiben. Die Initiative kündigte für den 13. November weitere Proteste an mehr als 70 Orten in ganz Deutschland an.

Damit bündelt die Bewegung ihren Unmut über die Haltung des Kanzlers zum Beginn der zweiwöchigen Verhandlungen. Der Termin fällt in die laufende Konferenz und soll den Druck auf die Bundesregierung aufrechterhalten.

Zwei Wochen Verhandlungen in Antalya

Die UN-Klimakonferenz in Antalya beginnt am Montag und dauert zwei Wochen. Fast 200 Staaten beraten dort darüber, wie sich die Erderhitzung eindämmen und ärmeren Ländern helfen lässt.

Zum Treffen in der Türkei werden Zehntausende Diplomaten, Medienvertreter und Lobbyisten erwartet. Deutschland ist damit auf höchster Regierungsebene nicht vertreten. (mit dpa)

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner