Das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ ist erstmals in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. Bis Freitag liegt der umgebaute Frachter im Stadthafen von Ueckermünde im Landkreis Vorpommern-Greifswald. An Bord können Besucher eine interaktive Ausstellung zur Medizin der Zukunft erleben.
An rund 30 Exponaten lässt sich nach Angaben der Veranstalter selbst forschen: Gäste können etwa Medikamente an einem künstlichen Organ testen, ihren Herzschlag mit einer Kamera messen oder virtuell in einen Operationssaal der Zukunft eintauchen. Die Ausstellung geht unter anderem Fragen nach, wie Künstliche Intelligenz beim Erkennen von Knochenbrüchen helfen kann, welche Krebstherapien gesunde Zellen schonen und wie sich Gesundheitsdaten für eine individuelle Behandlung nutzen lassen. Drei Stationen widmen sich zudem aktueller Forschung zu Demenz, Diabetes und Endometriose. Empfohlen wird der Besuch ab zwölf Jahren. Der Eintritt ist frei.
Eine Sprecherin sagte, die „MS Wissenschaft“ bringe Forschung dorthin, wo Menschen selten direkten Kontakt damit hätten. Die Exponate kommen den Angaben zufolge direkt aus Forschungseinrichtungen, darunter Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft sowie Hochschulen.
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Weitere Stationen in Anklam und Wolgast
Nach dem Halt vom 27. bis 29. Mai in Ueckermünde legt das Schiff vom 30. Mai bis 3. Juni in Anklam an. Vom 4. bis 7. Juni ankert es in Wolgast. In Anklam wird am 2. Juni zusätzlich ein kostenloser Workshop für Schulklassen angeboten. Dabei geht es um Betrugsmaschen im Internet, Cybergrooming und den Umgang mit persönlichen Daten. Die Schüler sollen lernen, Risiken zu erkennen, und erfahren, wie sich Stress und Angst im Netz auf die Psyche auswirken. Um Anmeldung wird gebeten.
Die „MS Wissenschaft“ tourt seit 2002 jährlich durch Deutschland. Organisiert wird die Ausstellung von der Initiative Wissenschaft im Dialog im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
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