Ruhestand

Nach 35 Jahren: Jörg Höllmüller verlässt Kreisverwaltung Mittelsachsen

Nach über drei Jahrzehnten in der Kreisverwaltung Mittelsachsen geht Jörg Höllmüller in den Ruhestand. Landrat Sven Krüger würdigte ihn im Kreistag als krisenerprobt.

Alexander Angierski
2 Min
Kreisverwaltung: Jörg Höllmüller wird nach 35 Jahren im Dienst des Landkreises Mittelsachsen in den Ruhestand verabschiedet (Symbolbild).

Kreisverwaltung: Jörg Höllmüller wird nach 35 Jahren im Dienst des Landkreises Mittelsachsen in den Ruhestand verabschiedet (Symbolbild).

© Hanke/imago

Der Landkreis Mittelsachsen hat seinen Zweiten Beigeordneten Jörg Höllmüller in der Sitzung des Kreistags in den Ruhestand verabschiedet. Höllmüller arbeitete 35 Jahre für die Kreisverwaltung, seit 2015 als Zweiter Beigeordneter, zu dessen Verantwortungsbereich auch das Gesundheitsamt gehörte. Das teilte das Landratsamt Mittelsachsen in Freiberg am Mittwoch mit.

Seine Laufbahn begann 1991 im Landratsamt Freiberg. Im Jahr 2000 wurde Höllmüller Amtsleiter für die Schulverwaltung und die wirtschaftlichen Beteiligungen, 2007 übernahm er die Leitung der Kreisentwicklung und des Controllings. Nach der Verwaltungs- und Funktionalreform leitete er den Geschäftsbereich Verwaltung, Finanzen und Ordnung. 2015 wählte ihn der Kreistag zum Zweiten Beigeordneten, 2022 bestätigte ihn das Gremium im Amt.

Landrat Sven Krüger hielt die Laudatio. „Jörg Höllmüller hat sich nie hinter Zuständigkeiten versteckt. Wenn eine schwierige Aufgabe auf dem Tisch lag, war er einer, der sich nicht weggeduckt hat“, sagte Krüger. Höllmüller sei es dabei nicht darum gegangen, einen Vorgang irgendwie abzuschließen, sondern etwas für die Menschen zu erreichen.

Landrat Krüger nennt Asylunterbringung, Corona und Schweinepest

Krüger beschrieb Höllmüller als lebensfrohen, humorvollen und vor allem krisenerprobten Menschen. 2015 hätten wegen steigender Asylzahlen Unterbringungsplätze gefunden werden müssen, 2020 sei die Corona-Krise mit ihren Unsicherheiten und Belastungen gefolgt. Auch die Afrikanische Schweinepest habe nach Krügers Worten gezeigt, „dass Verwaltung manchmal sehr konkrete Antworten braucht“. Höllmüller sei für die Kolleginnen und Kollegen stets ansprechbar gewesen; der Landrat dankte ihm für „Verlässlichkeit und Menschlichkeit“.

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Nach Krügers Einschätzung hat Höllmüller Strukturen aufgebaut, die Bestand haben. Als Beispiele nannte der Landrat die Integrierte Sozialplanung, die Etablierung des Behinderten- und Seniorenbeirates, den „Lauf für seelische Gesundheit“, den Aktionstag „Gemeinsam Leben in Mittelsachsen“ und die Unterstützung im Projekt „Zwischenstopp“ in Bockelwitz. Zudem habe sich Höllmüller außerordentlich für die Landkreispartnerschaften mit Calw und Gleiwitz eingesetzt.

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