Im Fall der Gewalttat gegen einen 14-jährigen Deutschen in Neubrandenburg hat die Kriminalpolizei nach eigenen Angaben weitere Ermittlungsergebnisse zusammengetragen. Insgesamt geht die Polizei inzwischen von zwölf tatverdächtigen Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen neun und 15 Jahren aus – sowohl Mädchen als auch Jungen. Ein Teil der Gruppe ist den Behörden bereits mehrfach aufgefallen.
Die Tatverdächtigen sollen entweder aktiv durch Körperverletzungen beteiligt gewesen sein oder die Tat gefilmt haben. Es handelt sich laut Polizei um Deutsche, Albaner, Tunesier und Deutsch-Türken. Angaben zu den Haupttätern, die sich im strafmündigen Alter befinden, macht die Behörde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.
Die Tat Mitte September war aus mehreren Perspektiven gefilmt worden. Die Videos kursierten kurzzeitig öffentlich, was es den Ermittlern ermöglichte, bereits kurz nach Bekanntwerden mehrere Verdächtige zu identifizieren. Nach der Veröffentlichung einer Mitteilung der Polizei meldete sich zudem ein weiterer Beschuldigter selbst bei den Behörden. Durch Befragungen von Zeugen und Tatverdächtigen entstand nach Angaben der Polizei ein klares Bild zum Ablauf, zum Kreis der Beteiligten und zu deren jeweiliger Rolle.
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Opfer schwerverletzt – Jugendamt eingebunden
Im Zuge der Ermittlungen wurden auch Mobiltelefone sichergestellt, auf denen sich Beweismaterial zur Tat befand. Dieses konnte gesichert werden und lieferte den Ermittlern weitere relevante Erkenntnisse.
Das 14-jährige Opfer wurde nach einer ärztlichen Begutachtung als schwerverletzt eingestuft und in ein Klinikum gebracht. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte macht die Polizei keine weiteren Angaben zu dem Jugendlichen.
Bei jenen Tatbeteiligten, die aufgrund ihres Alters noch nicht strafmündig sind, sollen Konsequenzen gemeinsam mit dem Jugendamt des Landkreises abgestimmt und umgesetzt werden.
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