In der Dresdner Ausländerbehörde an der Lingnerallee hat ein 34-jähriger staatenloser Mann am Freitagvormittag versucht, Dokumente in Brand zu setzen und einen Sachbearbeiter mit einem Messer bedroht. Das teilte die Stadt Dresden mit. Verletzt wurde nach Angaben der Behörde niemand.
Nach Darstellung der Stadtverwaltung war der Mann zu einem Termin erschienen und hatte am Einlass vom Sicherheitsdienst ein Schriftstück ausgehändigt bekommen. Mit dessen Inhalt sei er nicht einverstanden gewesen. Daraufhin habe er das Dokument sowie weitere persönliche Unterlagen mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und versucht, sie zu entzünden. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes verhinderten dies, wurden dabei jedoch selbst mit der Flüssigkeit bespritzt.
Mann drang mit Messer in Büro ein
Anschließend zog der 34-Jährige laut Mitteilung ein Messer, lief in das Gebäude und drang in das Büro eines 48-jährigen Mitarbeiters ein. Dort bedrohte er diesen, bis Angestellte des Sicherheitsdienstes ihm die Waffe abnehmen konnten. Alarmierte Polizeibeamte nahmen den Mann fest und brachten ihn in Gewahrsam. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben zu den Hintergründen der Tat.
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert verurteilte den Vorfall deutlich. „Ein solcher Angriff ist in keiner Weise zu rechtfertigen und völlig inakzeptabel", erklärte Hilbert. Seine Gedanken seien bei den betroffenen Mitarbeitern der Stadtverwaltung und des Sicherheitsdienstes sowie bei allen Kolleginnen und Kollegen, die den Vorfall miterleben mussten.
Der Vorfall ereignete sich in der Pirnaischen Vorstadt, wo die Ausländerbehörde der sächsischen Landeshauptstadt ihren Sitz hat.
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