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Die Weigerung des Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Bundesinnenministers Otto Schily (SPD), seine Nebeneinkünfte offenzulegen, kommentiertFrankfurter Allgemeine ZeitungOtto Schily ist einer von vielen Rechtsanwälten im Deutschen Bundestag. Viele sind nicht wirklich als Anwalt tätig. Aber alle trifft - wie die übrigen Abgeordneten - die Pflicht zur Offenlegung ihrer Einkünfte. Und alle haben sich bisher auch an die neuen Transparenzregeln gehalten - alle bis auf den ehemaligen Bundesinnenminister. Ihm drohen nun Sanktionen der Bundestagsverwaltung. Schily beruft sich auf seine Verpflichtung zu anwaltlicher Verschwiegenheit. Dabei müssen keineswegs Namen von Mandanten und die genaue Höhe des Honorars offengelegt werden. Oder hat der ehemalige Verfassungsminister etwas zu verbergen? Ein Grund mehr, das Recht durchzusetzen.Mit den jüngsten Vorwahl-Erfolgen des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama befasst sich in RomLa RepubblicaEine Analyse der Wahlen von gestern zeigt nicht nur einen deutlichen Vorsprung Obamas, was die Zahl der Stimmen für die beiden Kandidaten betrifft, sondern sie macht auch deutlich, dass er bei den Frauen, bei den Weißen und auch bei den Mitgliedern der Gewerkschaften gewonnen hat. Und das ist die schlechteste Nachricht und die größte Angst für Clinton. In Ohio ist das Gewicht der Industriearbeiter für die Demokratische Partei ausschlaggebend - und bis gestern waren die noch alle für Hillary.Zum Rücktritt Fidel Castros als Präsident Kubas schreibt in KopenhagenPolitikenFidel Castro soll keinen Undank dafür ernten, dass er nun endlich Kuba den Gefallen erweist, sich von seiner Macht als Alleinherrscher zurückzuziehen. Und zwar ganz. Der Schritt kommt keine Sekunde zu früh. Bei Licht betrachtet könnte Castros Abgang eigentlich Schule machen und andere Machthaber zur Nachahmung inspirieren. Robert Mugabe in Simbabwe, Mwai Kibaki in Kenia, Kim Jong Il in Nordkorea, Ben Ali in Tunesien, Alexander Lukaschenko in Weißrussland und Baschar al-Assad in Syrien sollten dem Dasein als Rentner eine Chance geben. Das politische Problem besteht nicht in ihrem Alter, sondern in ihrer Form von Machtanwendung, Unterdrückung und Korruption. Aus unerfindlichen Gründen sind diese politischen Fossilien von verblüffendem internationalen Langmut umgeben. Im Falle Castros beherrscht der nun auch seinen Nachruf. Reformen auf Kuba bräuchten Zeit, heißt es, niemand dürfe zu viel erwarten. Warum eigentlich nicht?

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