Der VW-Konzern verlagert offenbar die Fertigung des Audi A8 vom Stammsitz der Marke in Neckarsulm nach Sachsen. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, sollen künftige Modellgenerationen der Oberklasse-Limousine im Leipziger Werk der Konzernschwester Porsche vom Band laufen. Die Berichte erschienen kurz nach einer Belegschaftsversammlung im Audi-Werk Neckarsulm.
Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Porsche äußerte sich noch nicht zu den Berichten.
Hinweise auf eine mögliche Verlagerung hatte zuvor bereits der Leiter des Leipziger Porsche-Werks, Gerd Rupp, gegeben. Laut Medienberichten erklärte Rupp, der Konzern prüfe, ob die A8-Produktion von Neckarsulm nach Leipzig umziehen könne. Die technische Plattform für das Schwestermodell aus dem Volkswagen-Konzern sei im sächsischen Werk bereits vorhanden.
Niedrigere Arbeitskosten in Sachsen
Rückenwind für den Standort Leipzig kam zuletzt auch von der Konzernspitze. Porsche-Chef Michael Leiters hob beim Capital Markets Day im Entwicklungszentrum Weissach bei Stuttgart die Vorzüge des sächsischen Standorts hervor. Die Arbeitskosten seien in Leipzig deutlich günstiger als etwa im schwäbischen Zuffenhausen, wo Porsche traditionell produziert.
Leiters hatte den Chefposten bei Porsche Anfang des Jahres von Oliver Blume übernommen, der sich seitdem auf die Führung des Mutterkonzerns Volkswagen konzentriert. Der 54-Jährige arbeitete in den vergangenen Monaten an der strategischen Neuausrichtung des Sportwagenherstellers, die unter dem Titel „Sportwagenschmiede 35" vorgestellt wurde.
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