Kommentar

Sachsen beim Bildungsmonitor spitze: Das feiert offensichtlich nur der Kultusminister

Während Deutschland in der Pisa-Studie schlechte Noten bekam, belegt Sachsen Platz eins beim Bildungsmonitor. Der Freistaat, eine Insel der gebildeten Glücksseeligen? Ich widerspreche.

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Volle Klassen, zu wenige Lehrer: Deutschlands Schüler schnitten in der aktuellen Pisa-Studie so schlecht ab wie noch nie.

Volle Klassen, zu wenige Lehrer: Deutschlands Schüler schnitten in der aktuellen Pisa-Studie so schlecht ab wie noch nie.

© Wolfram Kastl/dpa

Hurra, Sachsen ist wieder Bildungsmeister! Jedenfalls hat das das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln bei einem Leistungsvergleich der Bildungssysteme aller 16 Bundesländer ermittelt. Sachsen ist mit 62,9 Punkten erneut Spitze. Der Durchschnitt der deutschen Länder liegt bei 46,2 Punkten.

Doch wie passt das zusammen? In der kürzlich veröffentlichten Pisa-Studie schnitten Deutschlands Schüler so schlecht ab wie noch nie. Ist Sachsen also eine Insel der gebildeten Glücksseeligen? Wohl kaum.

Als Mutter zweier Kinder, die in den letzten 15 Jahren beide den sächsischen Bildungsweg gegangen sind, haben wir Episoden im Schulalltag erlebt, die so gar nicht preisverdächtig waren. Vor allem während der Pandemie. Unterrichtsausfall, keine zeitlichen Möglichkeiten, den Stoff nachzuholen, Polylux-Projektor statt Laptop, Lernen mit der sächsischen Schulplattform Lernsax, sage ich da nur.

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