Trendwende

Sachsens Tourismus verlor 2025 erstmals seit der Pandemie an Boden

Der sächsische Tourismus hat im vergangenen Jahr erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder Rückgänge verzeichnet.

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Die Bastei-Brücke oberhalb der Elbe: Die Sächsische Schweiz ist ein überregional bekannter Tourismusmagnet.

Die Bastei-Brücke oberhalb der Elbe: Die Sächsische Schweiz ist ein überregional bekannter Tourismusmagnet.

© Raphael Schmitt/Imago/Beautiful Sports

Laut Statistischen Landesamt zählten die Beherbergungsbetriebe im Freistaat 2025 rund 19,7 Millionen Übernachtungen. In den beiden Vorjahren hatten die Häuser jeweils rund 19,9 Millionen Übernachtungen registriert.

Besonders deutlich fiel der Einbruch bei internationalen Reisenden aus: Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste sank den Statistikern zufolge um 7,2 Prozent. Auch der Arbeitsmarkt der Branche gab leicht nach. Zum Stichtag Ende Juni 2025 waren im sächsischen Tourismus 64.500 Menschen beschäftigt, ein Rückgang um 0,3 Prozent.

Regional fiel die Entwicklung unterschiedlich aus. Die größten Zugewinne meldeten die Statistiker für die Region Chemnitz-Zwickau. Hauptgrund sei der Status von Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas 2025 gewesen.

DEHOGA Sachsen verweist auf positiven Jahresauftakt

Trotz der schwachen Jahresbilanz 2025 verweist der sächsische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA auf eine Trendwende zu Beginn des laufenden Jahres. Nach vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2026 stiegen die Gästeankünfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,8 Prozent auf rund 1,45 Millionen. Die Übernachtungen legten um 4,0 Prozent auf rund 3,53 Millionen zu.

„Die Zahlen zeigen, dass Sachsen als Reiseland weiter gefragt ist“, erklärte der DEHOGA Sachsen. Das leichte Plus sei ein ermutigendes Signal für Hotellerie, Gastronomie und Tourismuswirtschaft. Gleichzeitig bleibe die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe angespannt: Steigende Kosten, Fachkräftemangel und hohe bürokratische Anforderungen belasteten die Unternehmen weiterhin.

Der Anteil ausländischer Gäste lag im ersten Quartal 2026 bei 9,8 Prozent aller Ankünfte. Insgesamt zählte der Verband rund 141.000 Ankünfte und rund 322.000 Übernachtungen aus dem Ausland. Die meisten internationalen Gäste kamen aus Polen mit etwa 20.800 Ankünften, gefolgt von Österreich mit 11.700 und Tschechien mit 9.900 Ankünften.

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Regional zeigt sich nach Angaben des Verbandes weiterhin ein gespaltenes Bild. Während Dresden und Leipzig besonders bei internationalen Gästen gefragt blieben, dominieren in Urlaubsregionen wie dem Erzgebirge oder dem Vogtland nach wie vor inländische Reisende.

Aus Sicht des DEHOGA gehe es nun darum, die positive Entwicklung zu Jahresbeginn zu stabilisieren. Der Verband fordert verlässliche politische Entscheidungen, eine spürbare Entlastung bei Bürokratie und Kosten sowie eine nachhaltige Stärkung der touristischen Infrastruktur im Freistaat.

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