Das Sarkomzentrum des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) ist zum ersten Mal von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert worden. Das teilte das Universitätsklinikum Leipzig am Mittwoch mit. Geprüft hat die Zertifizierungsstelle OnkoZert unter anderem die Abläufe bei Diagnose und Behandlung, die Zusammenarbeit der Fachrichtungen, Fallzahlen und die Nachsorge. Nach Angaben des UKL ist das Zentrum eines von 15 Zentren für Knochen- und Weichteilsarkome in Deutschland, die dieses Siegel tragen.
Sarkome sind seltene bösartige Tumoren, die von Knochen, Fett- oder Bindegewebe ausgehen. Bei Erwachsenen machen sie weniger als ein Prozent aller Krebserkrankungen aus. Weil sie fast überall im Körper entstehen können und viele Unterformen haben, müssen meist mehrere Behandlungsverfahren aufeinander abgestimmt werden.
Sarkomboard in Leipzig berät 30 Fälle pro Woche
In Leipzig übernimmt das wöchentlich tagende Sarkomboard diese Abstimmung. Dort legen Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen gemeinsam die Therapieempfehlung fest, pro Woche für rund 30 Patienten. Im März fand die 800. Sitzung statt. Die Zahl der Sarkomoperationen am UKL stieg von 21 im Jahr 2019 auf mehr als 75 im Jahr 2025. Seit 2020 gibt es einen eigenen Operationssaal für Biopsien und Tumoreingriffe. Dabei blenden die Chirurgen auch MRT- und CT-Bilder als dreidimensionale Hologramme ins Sichtfeld ein, um genauer operieren zu können.
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Für Patienten bedeute das Siegel vor allem zusätzliche Sicherheit, sagt Professor Christian Kleber, der das Sarkomzentrum leitet: Die Behandlung werde in einem erfahrenen Team nach klar definierten Qualitätsstandards geplant. Die Zertifizierung gilt zunächst bis Oktober 2029. Danach muss das Zentrum seine Standards in wiederkehrenden Audits erneut nachweisen.
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