Das Landesverwaltungsamt hat für eine Transformationsmaßnahme zur Energieeffizienz einer Ammoniakanlage der SKW Stickstoffwerke Piesteritz grünes Licht gegeben. Geplant sei ein weiterer Schritt für eine klimaneutralere Produktion, teilte die Behörde mit. Das Unternehmen aus der Lutherstadt Wittenberg investiert nach eigenen Angaben rund drei Millionen Euro in die Maßnahme.
Bei der Erneuerung der Pumpe zur Kesselspeisewasserversorgung soll der bisherige Antrieb mit einer Dampfturbine durch einen Elektromotor ersetzt werden. Damit werde die Elektrifizierung von bislang dampfbasierten Aggregaten weiter vorangetrieben, teilte das Landesverwaltungsamt mit. Zugleich kommt eine modernere Pumpentechnologie zum Einsatz. Ziel des Vorhabens ist nach Angaben der Behörde eine bessere Energieeffizienz sowie der Ersatz von erdgaserzeugtem Antriebsdampf durch Strom. Den Antrag hatte das Unternehmen am 22. April 2026 eingereicht.
Die fachliche Prüfung habe ergeben, dass die Änderungen keine nachteiligen Auswirkungen auf die im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) geschützten Umweltgüter hätten, hieß es vom Landesverwaltungsamt weiter. Anlagenkapazität, Emissionen, Durchsatz und Lagermengen blieben unverändert. Die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen sei weiterhin gewährleistet. Änderungen an genehmigungsbedürftigen Anlagen müssen nach Paragraf 15 des BImSchG angezeigt werden, sofern sie Auswirkungen auf die Umwelt haben können. Zuständige Behörde in Sachsen-Anhalt ist das Landesverwaltungsamt als Obere Immissionsschutzbehörde.
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Hintergrund sind hohe Energiepreise
Hintergrund der Investition sind die hohen Gaspreise, unter denen viele Unternehmen der Basischemie wirtschaftlich leiden. Auch das Stickstoffwerk Piesteritz ist davon betroffen und modernisiert nach eigenen Angaben seine Produktion in mehreren Schritten in Richtung einer klimaneutraleren Fertigung.
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SKW-Geschäftsführer Franzke erklärte, die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Basischemie erfordere hohe Investitionen in Technologie, Sicherheit und Umweltschutz. Effiziente Verwaltungsverfahren seien dabei eine wichtige Voraussetzung für eine schnelle Umsetzung. Franzke dankte dem Landesverwaltungsamt für die Zusammenarbeit. Dies schaffe Vertrauen in der Region und beim Gesellschafter für weitere Investitionen am Standort Piesteritz.
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