Bei einer gemeinsamen Wahlkampfveranstaltung in Dessau haben Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) und der Schauspieler Dieter Hallervorden ihre unterschiedlichen Positionen zum Gaza-Krieg deutlich gemacht. Zugleich betonten beide, das Existenzrecht Israels nicht infrage zu stellen.
„Ich persönlich teile beispielsweise nicht die Meinung, an mancher Stelle zum Thema Israel zum Thema Gaza. Ich stelle in keinster Weise das Existenzrecht Israels infrage und auch zum Thema Völkermord habe ich eine völlig andere Meinung“, sagte Schulze vor Beginn der ausverkauften Veranstaltung. Man müsse unterschiedliche Meinungen und auch Gegenrede aushalten, fügte er hinzu.
Hallervorden erklärte seinerseits, auch er stelle das Existenzrecht Israels nicht infrage.
Kritik an Videoeinspielung
Der Schauspieler unterstützt Schulze nach eigenen Angaben im Wahlkampf, um eine absolute Mehrheit der AfD in Sachsen-Anhalt zu verhindern. Seine Auftritte bei CDU-Wahlkampfveranstaltungen hatten teils Irritationen ausgelöst – auch in der CDU selbst. Während Hallervorden ein Lied singt, wird in einem Video ein Bild von einer Demonstration mit dem Schriftzug „Stoppt den Völkermord in Gaza“ eingeblendet.
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Bei der dritten Auflage der Veranstaltung in seiner Geburtsstadt Dessau lobte Hallervorden Schulzes Haltung. „Aber sie hat nicht damit gerechnet, dass ein Ministerpräsident namens Sven Schulze so viel Rückgrat hat, zu sagen: Wir lassen uns von denen in Berlin nicht vorschreiben, wie wir in Sachsen-Anhalt Wahlkampf zu machen haben“, sagte der Schauspieler. (mit dpa)
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