Die Tierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern hat sich nach Jahren rückläufiger Zahlen stabilisiert. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden am Stichtag 3. November 2025 im Bundesland 443.861 Rinder gezählt – rund 1200 Tiere mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Milchkühe legte dabei um 950 auf 145.072 zu.
Deutlicher fiel der Anstieg bei den Schweinen aus: Ihr Bestand kletterte laut Landesamt um 6,3 Prozent auf rund 606.600 Tiere.
Trotz der Zuwächse liegt der Tierbestand weiterhin erheblich unter dem Niveau früherer Jahre. Am 3. November 2015 hatte das Amt noch 561.075 Rinder und 748.455 Schweine in den Ställen des Landes gezählt.
Fachleute halten Tierbestand für zu niedrig
Agrarfachleute halten die Tierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern für zu gering. Mit Tierzucht und Mast ließe sich mehr Geld verdienen als mit Ackerprodukten. Zudem werde eine gewisse Menge an Dung für die Düngung der Felder gebraucht.
Für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft werden ein bis zwei Großvieheinheiten je Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche empfohlen. Eine Großvieheinheit entspricht etwa einem Rind oder acht bis zehn Schweinen. Bei einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von gut 1,3 Millionen Hektar erreicht Mecklenburg-Vorpommern diesen Richtwert nicht.
Hennen legen so viele Eier wie nie
Die Zahl der Legehennen-Plätze in den Hühnerställen blieb mit 2,9 Millionen stabil. Deren Auslastung stieg laut Landesamt jedoch von 85,8 Prozent im Jahr 2024 auf zuletzt 88,6 Prozent. Die Hennen legten im vergangenen Jahr 769 Millionen Eier – so viele wie noch nie.
Bundesweit wurden im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt 13,7 Milliarden Eier in Betrieben mit mindestens 3000 Hennenhaltungsplätzen produziert. Auch in Mecklenburg-Vorpommern bezieht sich die Statistik ausschließlich auf Unternehmen ab dieser Größenordnung.
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