Die SPD ist im neuen MV-Trend näher an die AfD herangerückt. In der Umfrage von Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) legen die Sozialdemokraten im Vergleich zur Juli-Erhebung um drei Punkte zu und rücken damit näher an die AfD heran.
Vor gut einem Jahr lag die SPD noch fast 20 Punkte zurück. Diesen Abstand hat die Partei um Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Wahlkampf-Endspurt in Mecklenburg-Vorpommern deutlich verkürzt.
SPD verkürzt den Rückstand – AfD bleibt stärkste Kraft
Für die CDU dagegen sieht es düster aus: Sie fällt laut Umfrage auf acht Prozent und steuert auf einen Negativrekord zu. Seit Jahren lag die CDU in Umfragen nicht so niedrig wie derzeit.
Die AfD bleibt in der Sonntagsfrage die stärkste Kraft, muss aber leichte Einbußen hinnehmen. Sie gibt einen Punkt ab und liegt bei Werten um die Mitte der 30 Prozent. Die SPD nähert sich mit ihrem Plus von drei Punkten weiter an, bleibt in der Erhebung aber hinter der AfD.
Auf Platz drei folgt erneut die Linke. Auch sie verliert einen Punkt und kommt auf 11 Prozent.
Nur 8 Prozent: CDU vor dem Tiefstwert
Mit acht Prozent würde sie deutlich schlechter abschneiden als bei der Landtagswahl 2021, als sie 13,3 Prozent erreichte. In Umfragen von 2024 lag die CDU zwischenzeitlich sogar bei 20 Prozent.
Es wäre nicht nur ein Landestief. Auch bundesweit stünde die CDU damit laut NDR vor ihrem schwächsten Ergebnis bei einer Landtagswahl.
Zum Vergleich: 1951 holte die CDU in Bremen 9,0 Prozent. Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern könnte diese Marke sogar unterbieten.
Grüne zittern um den Wiedereinzug, BSW droht das Aus
Für die kleineren Parteien wird es eng. Die Grünen kommen auf 5 Prozent – das würde für den Wiedereinzug in den Landtag reichen, bleibt aber knapp.
Das BSW muss dagegen um den Sprung ins Parlament fürchten. Mit 4 Prozent läge das Bündnis unter der Sperrklausel und wäre nicht im Landtag vertreten.
Umfrage: Mehrheit will SPD an der Spitze
56 Prozent der Befragten wollen, dass die SPD die nächste Regierung anführt. Nur 31 Prozent sprechen sich für die AfD an der Spitze aus.
Noch deutlicher ist das Bild bei einer direkten Wahl des Regierungschefs: 60 Prozent würden sich für Schwesig entscheiden, lediglich 25 Prozent für ihren AfD-Herausforderer Leif-Erik Holm.
Auch persönlich liegen die Spitzen der Regierungsparteien vorn. Mit der Arbeit von Schwesig sind 57 Prozent zufrieden, ein Plus von vier Punkten.
Zulegen konnte auch Simone Oldenburg von der Linken. Kaum Bewegung gibt es dagegen bei AfD-Politiker Enrico Schult und CDU-Landeschef Daniel Peters.
Reicht es noch für Rot-Rot? Diese Koalition wäre möglich
Rechnerisch würde die amtierende rot-rote Koalition ihre Mehrheit verlieren. Weiterregieren könnten SPD und Linke aber gemeinsam mit den Grünen in einem rot-rot-grünen Bündnis.
Für die AfD und würde es nicht für eine Alleinregierung reichen. Ihr Ergebnis von 2021 würde die AfD damit dennoch verdoppeln. Als stärkste Kraft hätte sie deutlich mehr Einfluss: Sie könnte Untersuchungsausschüsse beantragen und die Wahl von Verfassungsrichtern blockieren. Formal stünde ihr zudem der Posten des Landtagspräsidenten zu.
Bildung als Top-Thema – Frust über die Bundesregierung
Wichtigstes Problem im Land bleibt für die Menschen der Bereich Bildung und Schule. Erst mit Abstand folgen Wirtschaft und Zuwanderung, das Thema Arbeitslosigkeit rückt auf Platz vier.
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Kampagnenstart in MV: Team Freiheit will Schwesig abwählen – und vier Ministerien streichen
Bei der Lösungskompetenz holt die SPD auf: 27 Prozent trauen ihr zu, die wichtigsten Aufgaben im Land zu bewältigen. Die AfD liegt gleichauf, hatte im Juli aber noch zwei Punkte Vorsprung.
Ein ganz anderes Bild zeigt sich beim Blick nach Berlin: Mit der schwarz-roten Bundesregierung sind nur 11 Prozent zufrieden, 86 Prozent nicht.
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