3D-Druck

Unternehmen aus Bad Langensalza fertigt Komponente für ChatGPT-Infrastruktur

Ohne Komponenten von GKN Powder Metallurgy aus Bad Langensalza würde ChatGPT nach Unternehmensangaben nicht laufen. Die Firma stellt Komponenten zur Kühlung von KI-Anlagen her.

OAZ
2 Min
Ohne ein Unternehmen aus dem thüringischen Bad Langensalza würden KI-Anwendungen wie ChatGPT nicht laufen.

Ohne ein Unternehmen aus dem thüringischen Bad Langensalza würden KI-Anwendungen wie ChatGPT nicht laufen.

© Piero Nigro/IMAGO

Ein im 3D-Druck hergestelltes Bauteil aus dem thüringischen Bad Langensalza ist nach Angaben des Herstellers GKN Powder Metallurgy fester Bestandteil der technischen Infrastruktur hinter dem KI-Dienst ChatGPT. Die Komponente wird zur Kühlung von Anlagen für künstliche Intelligenz eingesetzt.

„Ohne ein Bauteil aus Bad Langensalza in Thüringen läuft ChatGPT nicht“, sagte Stefan Zeier, Geschäftsführer von GKN Sinter Metals, zum Auftakt des Fachkongresses Rapidtech am Dienstag in Erfurt. Am Thüringer Standort beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben 75 Mitarbeiter. Der Mutterkonzern zählt weltweit mehr als 5.000 Beschäftigte.

Seit 2019 arbeite das Unternehmen mit dem Druckerhersteller HP an der Umsetzung des 3D-Drucks für die industrielle Fertigung von Bauteilen, sagte Zeier. Ursprünglich sei die Technologie für die Automobilzulieferindustrie gedacht gewesen, inzwischen werde sie in weiteren Branchen eingesetzt.

50.000 Bauteile pro Monat

Nach Angaben Zeiers fertigt GKN am Standort Bad Langensalza monatlich 50.000 dieser Bauteile. Dafür seien vier 3D-Drucker rund um die Uhr im Einsatz. „Und dieses Teil lässt sich nur mittels 3D-Technologie erzeugen“, sagte er. Das Design habe der Kunde vorgegeben. „Und wir haben ja gesagt, ohne zu wissen, ob wir es können“, so Zeier zur Auftragsannahme. Die Entwicklung sei vom Prototyp bis zur Serienfertigung am Thüringer Standort erfolgt.

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Der Fachkongress Rapidtech mit begleitender Ausstellung zur additiven Fertigung findet seit 2013 jährlich auf der Erfurter Messe statt. Experten aus mehreren Ländern tauschten sich dort am Mittwoch und Donnerstag über Entwicklungen im industriellen 3D-Druck aus. Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) würdigte, dass die Erfurter Messegesellschaft die Dynamik der Technologie frühzeitig erkannt habe. Parallel läuft in Erfurt die Messe Quantum Photonics zu Lösungen der Quantentechnologie.

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