Fahrgäste zwischen Dresden, Freital und Tharandt müssen sich auf weitere Einschränkungen einstellen: Vom 6. November (21 Uhr) bis zum 30. November (4 Uhr) wird der Streckenabschnitt Dresden–Tharandt voll gesperrt, wie die Deutsche Bahn am Donnerstag mitteilte. Die S3 fährt in dieser Zeit gar nicht, RE3 und RB30 fallen zwischen Dresden und Tharandt aus. Busse ersetzen die Züge. Zugleich erreicht die DB InfraGO am neuen Kreuzungsbauwerk westlich des Dresdner Hauptbahnhofs einen weiteren Bauabschnitt: Seit Mittwoch am späten Nachmittag und noch bis Freitag wird die Westseite der neuen Eisenbahnüberführung betoniert.
1200 Kubikmeter Beton in drei Tagen
Auf dem 120 Meter langen Bauwerk bringen Fachleute insgesamt 1200 Kubikmeter Beton ein, das entspricht rund 3000 Tonnen. Dutzende Beschäftigte arbeiten dafür rund um die Uhr. Projektleiter Lars Enzmann von der DB InfraGO verweist auf die besondere Lage: „Die Arbeiten an einem so komplexen Bauwerk erfordern eine enge Abstimmung und viel Präzision – gerade, weil wir mitten im stark befahrenen Bahnknoten Dresden bauen.“
Ist der Beton ausgehärtet und das Traggerüst abgebaut, verlegt die Bahn die neuen Gleise für die Züge vom Dresdner Hauptbahnhof in Richtung Chemnitz. Dieser Bauabschnitt soll am 16. November fertig sein.
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Die Fertigstellung der Brückenseite bringt für Pendler aber noch keine Rückkehr zum normalen Fahrplan, weil die Bahn parallel andere Arbeiten zwischen Dresden und Freital bündelt. Zwischen Dresden-Plauen und dem Hauptbahnhof wird an der Nossener Brücke unter anderem eine Rohrbrücke zurückgebaut. Im Raum Freital-Potschappel werden Gleise bearbeitet und Schwellen gewechselt; im Bahnhof Freital-Potschappel erneuert die Bahn drei Weichen, baut eine weitere aus und reißt eine Fußgängerbrücke ab. Restarbeiten am Kreuzungsbauwerk zieht die DB InfraGO in die Sperrzeit vor, um spätere Einschränkungen zu vermeiden.
Ab dem 30. November gilt wieder der reguläre Fahrplan. Eine kurze weitere Vollsperrung folgt von Freitag, 4. Dezember (22 Uhr), bis Montag, 7. Dezember (4 Uhr), zwischen Dresden Hauptbahnhof und Freital-Potschappel – erneut wegen der Nossener Brücke. Statt S3, RE3 und RB30 fahren dann Busse. Die Fahrplandaten sollen in Kürze in die Auskunftsmedien eingepflegt werden; die Bahn empfiehlt, sich vor Fahrtantritt im DB Navigator oder auf bahn.de (https://www.bahn.de) zu informieren.
Warum die Brücke neu gebaut wird
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Am Kreuzungsbauwerk überqueren die Strecken aus Richtung Leipzig und Berlin die darunterliegende Sachsen-Franken-Magistrale nach Chemnitz, Hof und Nürnberg. Über die Brücke rollt der gesamte Fernverkehr sowie internationaler Güterverkehr in und aus dem Elbtal. Das alte Bauwerk wird komplett ersetzt; weil es auf allen Seiten von Gleisen umgeben ist, soll der Zugverkehr während der Arbeiten weitgehend weiterlaufen, ohne zeitweise Sperrungen geht es aber nicht. Nach dem Umbau sollen Züge dort mit 80 statt bisher 60 Kilometern pro Stunde fahren können, was die Fahrzeit verkürzen soll. Die Inbetriebnahme des gesamten Kreuzungsbauwerks ist für November 2027 geplant.
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