Die Zahl der Schiffsunfälle auf den Gewässern Sachsen-Anhalts hat sich innerhalb von zwei Jahren deutlich reduziert. Wie aus der Jahresbilanz 2025 der Wasserschutzpolizei hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr 19 Schiffsunfälle registriert – 2023 waren es noch 38. Das Innenministerium führt diesen positiven Trend auf eine verstärkte Kontroll- und Präventionsarbeit zurück. Häufige Unfallursachen blieben jedoch nautisches Fehlverhalten und mangelnde Sorgfalt der Fahrzeugführer.
Neben der Unfallstatistik wurden die Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei zu insgesamt 78 Rettungseinsätzen gerufen, darunter Havarien, Suizidversuche, die Suche nach vermissten Personen und die Bergung von Wasserleichen. Im Vorjahr waren es ähnlich viele Einsätze.
Die Kontrolltätigkeit der Wasserschutzpolizei nahm 2025 weiter zu. Laut Innenministerium wurden insgesamt 5.376 Kontrollen durchgeführt, ein Anstieg von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wurden 362 Strafverfahren, überwiegend wegen Umweltstraftaten, eingeleitet. Die Zahl der Ordnungswidrigkeiten belief sich auf 816. Besonders positiv entwickelte sich die Beanstandungsquote bei Sportbooten: Während 2023 noch jedes vierte kontrollierte Boot auffällig war, sank dieser Wert 2025 auf jedes neunte.
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Anstieg bei Diebstählen von Booten und Motoren
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Jedoch stieg die Zahl der festgestellten Gewässerverunreinigungen von 18 auf 33 Fälle. Mit einer Aufklärungsquote von 78 Prozent bleibt die Wasserschutzpolizei in diesem Bereich dennoch effektiv. Ein besorgniserregender Trend zeigt sich bei Diebstählen von Booten und Motoren. 2025 wurden 17 solcher Fälle registriert – ein deutlicher Anstieg gegenüber fünf Fällen im Vorjahr.
Die Wasserschutzpolizei Sachsen-Anhalt ist für ein Netz von rund 560 Kilometern Bundeswasserstraßen wie Elbe, Saale und Mittellandkanal sowie zahlreiche Landesgewässer zuständig. Zudem überwacht sie Seen mit einer Ausdehnung von 6.500 Hektar, darunter der Arendsee und der Niegripper See. Ihre Standorte sind unter anderem in Magdeburg, Dessau-Roßlau und Halle.
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