Florian Meixner, Leiter des Fachbereichs Welterbe und Kulturgüterschutz der Österreichischen Unesco-Kommission, hält in der Kleinen Synagoge Erfurt einen Gastvortrag über das gefährdete Welterbe Wien, wie die Landeshauptstadt Erfurt mitteilte. Der Abend beginnt am Dienstag, 3. November, um 18.30 Uhr. Der Vortrag trägt den Titel „Welterbe in Gefahr. Das Beispiel Wien als Good Practice?“.
Das Historische Zentrum von Wien kam 2001 auf die Unesco-Welterbeliste und 2017 auf die Liste des gefährdeten Welterbes. Von den derzeit mehr als 1200 Welterbestätten stehen 51 auf dieser Liste. Meixner will die Ursachen und Hintergründe der Wiener Entwicklung darlegen und mit Vorurteilen über die sogenannte „Rote Liste“ aufräumen. Im Mittelpunkt steht die Frage, was die seit 1972 geltende Welterbekonvention als Völkerrechtsinstrument dort bewirken kann, wo nationale Regeln zu kurz greifen, und ob Wien als gutes Praxisbeispiel für ihre Wirksamkeit taugt.
Meixner studierte Geschichte und Wissenschaftsgeschichte in Graz und im kanadischen Calgary. Er ist Mitglied der österreichischen Delegation bei den Sitzungen des Unesco-Welterbekomitees und lehrt seit 2022 an der Universität Wien zu Kulturerbe und Menschenrechten.
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