Asyl

Rückgang der Asylerstanträge: Zahlen in Deutschland im Juli halbiert

Die Zahl der Asylerstanträge in Deutschland ist im Juli erneut deutlich gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat halbierten sich die Anträge nahezu.

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Das Wort „Asyl“ steht auf einem Wegweiser zur Erstaufnahme-Einrichtung (EAE) des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt.

Das Wort „Asyl“ steht auf einem Wegweiser zur Erstaufnahme-Einrichtung (EAE) des Landes Brandenburg in Eisenhüttenstadt.

© Patrick Pleul/dpa

Die Zahl der Asylerstanträge in Deutschland ist im Juli erneut deutlich gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden nahezu halb so viele Anträge registriert. Als Gründe gelten unter anderem verschärfte Grenzkontrollen und die europäische Asylreform.

Im Juli stellten in Deutschland insgesamt 4311 Menschen einen Erstantrag auf Asyl. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Im Juli 2024 waren es bundesweit noch 8293 Erstanträge gewesen.

Bereits im ersten Halbjahr hatte sich ein deutlicher Rückgang abgezeichnet. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums beantragten von Januar bis Juni 39.646 Menschen erstmals Schutz in Deutschland. Im Vorjahreszeitraum hatte die Zahl noch bei 61.336 Erstanträgen gelegen. Im ersten Halbjahr 2024 waren sogar rund 121.000 Asylerstanträge gestellt worden.

Rückgang auch in den Bundesländern

Auch aus den Bundesländern werden sinkende Zahlen gemeldet. In Sachsen-Anhalt kamen im Juli nach Angaben des Innenministeriums in Magdeburg 134 Schutzsuchende an – ein Minus von knapp 39 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In Mecklenburg-Vorpommern gingen laut Schweriner Innenministerium im ersten Halbjahr 809 Asylerstanträge ein, rund 35 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025.

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