Die Ministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas (SPD), ist von ihrem Amt zurückgetreten. Auch das Amt der SPD-Bundesvorsitzenden legt sie nieder. Das teilte Bas am Montag in einem Statement mit. Sie begründete den Rücktritt unter anderem mit dem Tod ihrer Stieftochter.
In dem Statement heißt es unter anderem: „Nach dem Tod meiner Stieftochter habe ich festgestellt, dass ich Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten.“ Darüber hinaus müsse sie „feststellen, dass die öffentlichen Angriffe auf mich, leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners, in dieser für mich persönlich schwierigen Zeit weiter forciert wurden“.
Bas bleibt Abgeordnete im Bundestag
Sie habe daher Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) um die Entlassung aus dem Amt gebeten. Auch Finanzminister und Co-Parteivorsitzender Lars Klingbeil sei über den Schritt informiert worden.
In ihrer Mitteilung bedankte sich Bas für die Unterstützung im Arbeitsministerium. Die Mitarbeiter hätten eine starke Hausleitung verdient, „die mit voller Kraft die anstehenden Gesetze und Reformvorhaben vorantreibt“, erklärte sie. Auch der SPD-Spitze sprach sie Dank aus. Abgeordnete im Bundestag werde sie bleiben, erklärte Bas.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, das Amt des Bundesarbeitsministers übernehmen. Wer auf Bas im SPD-Vorsitz folgt ist noch nicht bekannt.
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SPD-Chef Klingbeil äußerte sich traurig über die Entscheidung von Bas. „Hinter den Ämtern sind wir alle nur Menschen“, betonte er. Deshalb könne er den Schritt persönlich nachvollziehen. „Die Angriffe gegen sie in den letzten Tagen ihrer Trauer waren unanständig. Sowas gehört sich nicht“, betonte der Vizekanzler. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch würdigte, dass Bas Haltung gezeigt habe, auch wenn es unbequem wurde. „Aber die Kraft ist endlich.“
Bas ist seit der Bundestagswahl 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags. Von Oktober 2021 bis März 2025 war sie Präsidentin des Deutschen Bundestages. Im Mai 2025 wurde Bas zur Bundesministerin für Arbeit und Soziales im Kabinett Merz ernannt. Seit Juni 2025 war sie gemeinsam mit Lars Klingbeil Bundesvorsitzende der SPD.
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