Die Initiative „Gen Z regelt“ ruft auch in Berlin zu Demonstrationen auf. Tausende Menschen werden erwartet, die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Die wichtigsten Informationen im Liveblog.
Proteste von „Gen Z regelt“ in Berlin: Das Wichtigste in Kürze
- Die Initiative „Gen Z regelt“ ruft für Samstag zu Protesten in rund 30 deutschen Städten auf – auch in Berlin.
- Tausende Menschen werden zu den Demonstrationen in Berlin erwartet.
- Zwei Demonstrationen in Berlin: Menschen versammeln sich am Brandenburger Tor und am Rosenthaler Platz
Berliner Proteste: Zwei bekannte Unterstützer von „Gen Z regelt“ steigen aus
Gen-Z-Demo in Berlin: Polizei erwartet keine Krawalle wie in Frankreich
Samstag, 31. Oktober
12.36 Uhr: Pink Ride startet an der Schönhauser Allee
Eine Frau dankt ihrer Ärztin – "hat mein Leben gerettet"
© Alexandra Gretschichin/Berliner Zeitung
Auch diese Proteste gibt es: Am Ärztehaus in der Schönhauser Allee ist die Fahrrad-Demonstration „Pink Ride“ gestartet. Nach einer Kundgebung der Veranstalterin und Unterstützenden fährt der Zug nun zu drei weiteren Ärztehäusern. Die Demo macht auf Brustkrebs und die aus Sicht der Veranstalter zu hohen Kosten für Screenings und Untersuchungen aufmerksam. Unterstützt wird die Demo vom ADFC.
Zu den Forderungen von „Gen Z regelt“ gehört auch mehr Geld für Gesundheit, vor allem im Bereich Suchthilfe für Jugendliche sowie Psychotherapie.
12.24 Uhr: Demos auch in Leipzig, Läden und Polizei sind gewappnet
11.33 Uhr: Polizei bekommt Unterstützung aus dem Osten
Die Polizei wird in Berlin mit rund 1500 Beamten im Einsatz sein. Unterstützung bekommt sie aus Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern und der Bundespolizei. Zudem hat die Berliner Polizei drei Hundertschaften aus den örtlichen Polizeiabschnitten zusammengestellt.
Mit diesen insgesamt 1500 Beamten muss sie heute mehrere Demonstrationen und Halloween-Brennpunkte beschützen: Ab 14 Uhr wird am Brandenburger Tor die erste Demo beginnen, zu der „GenZ regelt“ bis zu 10.000 Teilnehmer erwartet. Den Bereich um den Platz des 18. März hat die Polizei bereits mit Fahrzeugsperren ausgestattet.
Ab 16.30 Uhr soll dann vom Rosenthaler Platz aus eine Demonstration durch Mitte und Prenzlauer Berg ziehen. 400 Teilnehmer sind angemeldet. Zu dieser Demo mobilisieren unter anderem linksextreme und „palästina-solidarische“ Gruppen. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, sich wegen Halloween zu maskieren. Die Polizei hat angekündigt, dies zu dulden.
10.54 Uhr: Mehr als 160.000 Menschen deutschlandweit erwartet
Nach Angaben von „Gen Z regelt“ haben über 160.000 Menschen ihre Teilnahme zugesagt. Zentral von der Gruppierung organisiert werden die Demonstrationen in Berlin, Köln, Frankfurt und München. Für die Proteste in den übrigen mehr als 30 Städten erklärt sich das Organisationsteam ausdrücklich als nicht zuständig für Inhalt und Organisation – auf der eigenen Website wird aber auf diese Veranstaltungen hingewiesen und zur Teilnahme aufgerufen.
Von einzelnen Veranstaltungen, die sich ebenfalls auf „Gen Z regelt“ berufen, grenzt sich die Gruppierung ab. In sozialen Medien gebe es zahlreiche Posts und Kanäle mit Bezug zu ihr, die aber nicht in ihrem Namen sprächen. Die Bundesschülerkonferenz hat sich von dem Protest distanziert.
10.40 Uhr: „Omas gegen Rechts“ auch dabei
Beim Dong Xuan Center
© Annamarie Heller/Berliner Zeitung
Beim Dong Xuan Center in Lichtenberg ist es noch ruhig. Bis jetzt relativ ruhig. Ein paar ältere Damen von „Omas gegen Rechts“ sind vor Ort. Sie haben politische Forderungen für die Hauptstadt mitgebracht, auf ihren Schildern steht etwa „Berlin voran. Rot-Grün-Rot muss klappen“. Auch ihre Petition für Rot-Grün-Rot kann man unterschreiben.
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10.35 Uhr: Jan Josef Liefers warnt vor Krawallen
Schauspieler Jan Josef Liefers hat im Podcast „Liefers + Broicher“ vor den Protesten vor einer Eskalation wie in Frankreich gewarnt.
Der Schauspieler Jan Josef Liefers
© Bernd Weissbrod/dpa
Liefers zog einen Vergleich zur Friedlichen Revolution in der DDR, bei der er 1989 als junger Schauspieler auf dem Berliner Alexanderplatz gesprochen hatte. Diese sei „mit Worten statt mit Steinen“ geführt worden. Man habe sich damals gegen die eigene Regierung gestellt, hätte aber niemals Läden angegriffen.
Jan Josef Liefers warnt vor Chaoten, die den Protest kapern
10 Uhr: Zwei Demos für Berlin angekündigt
Für Samstag sind zwei Demonstrationen angekündigt: Zu der am Brandenburger Tor ab 14 Uhr sind 10.000 Menschen angekündigt. Die Polizei rechnet mit einem friedlichen Verlauf. In den frühen Abendstunden wollen sich Menschen am Rosenthaler Platz versammeln.
9.55 Uhr: Läden schließen am Samstag früher
Vor dem Protest von „Gen Z regelt“ am Samstag schützen einige Läden auf dem Berliner Kurfürstendamm ihre Schaufenster mit Holzplatten. Am Morgen bauten vor mehreren Läden Arbeiter einen Schutz aus Pressspanplatten vor den Scheiben auf. Einige Läden planen auch, früher zu schließen. So hing am Morgen ein Schild vor der Filiale von Huawei, auf der eine Schließung am Samstag um 13 Uhr angekündigt wurde. Auch die Parfümerie Douglas hatte im Vorfeld angekündigt, eine Filialen am Samstag geschlossen zu lassen.
Die Maßnahmen haben einen Hintergrund: Rund um den 17. Oktober arteten die zunächst friedlichen Demonstrationen in mehreren Städten in Frankreich aus. Geschäfte wurden geplündert, Autos in Brand gesetzt, Gebäude beschädigt oder gar vollständig zerstört.
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