Wahlkampf

„Mehr Lust auf Zukunft“: Warum frühere CDU-Anhänger jetzt Volt wählen

Unternehmer, Kunsthändler, Investor, Managerin: Vier wirtschaftsnahe Berliner erklären, was sie bei der CDU vermissen – und bei Volt finden.

9 Min
CDU oder Volt – Welche Partei ist für Unternehmer heute attraktiver?

CDU oder Volt – Welche Partei ist für Unternehmer heute attraktiver?

© Fotoillustration: Berliner Zeitung. Fotos: Wikimedia Commons

Die CDU gilt traditionell als Partei von Mittelstand und Wirtschaft. Doch wenige Tage vor der Berlin-Wahl wollen vier Unternehmer und Führungskräfte, die über Jahre die CDU gewählt haben oder der Partei politisch nahestanden, Volt unterstützen. Einer von ihnen ist sogar bis heute CDU-Mitglied. Was finden sie bei einer Partei, die bislang nicht einmal im Abgeordnetenhaus sitzt? Die Berliner Zeitung sprach mit den Unternehmern.

Bernd Schultz ist Gründer des Berliner Auktionshauses Villa Grisebach, Martina Kaiser gründete die Kleine Schönheitsfarm, Christoph Schröder ist unter anderem Eigentümer und Gesellschafter von OMOS Equity Partners, Benita von Haugwitz arbeitet als Senior Managerin bei BASF. Sie eint weder eine gemeinsame Abrechnung mit der CDU noch derselbe politische Weg. Kaiser hat mit der Partei weitgehend gebrochen, Schultz war nur kurz Mitglied, von Haugwitz verortet ihre früheren Wahlentscheidungen auf einer schwarz-grünen Wertebasis. Und Schröder will CDU-Mitglied bleiben.

Interessant ist deshalb weniger die Frage, warum diese vier Menschen die CDU verlassen haben – denn das haben ja nicht alle. Interessanter ist, warum Volt ausgerechnet in einem wirtschaftsnahen Milieu attraktiv wird, in dem CDU und FDP lange naheliegende Adressen waren.

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